Freitag, 28. November 2014

Himmelskrieger, Fantasy 4

Sie sagen: Es gibt keine höheren Wesen. Keine überirdischen Krieger. Keine Engel. – Keine? Warum haben dann alle Völker eine Vorstellung davon? Weil „nicht“ und „keine“ nicht gedacht werden können? Weil die Forderung „Denk nicht an eine Rose“ in uns unweigerlich eine Rose blühen lässt.


„Unsere Vorstellungskraft kann Negationen nicht verarbeiten. Vielleicht, weil dort der Zugang zu einem tieferen Wissen sitzt.“ 


Lasst Euch nicht einreden, dass etwas nicht geht. Dass es nicht funktioniert, nicht existiert oder nie sein wird. In Euch liegt der Zugang zu neuen Welten. 


Glaubt daran und macht Euch auf, das Neue zu entdecken.

The Angel“ by heise (Artist: Lian Yan Fang, PR China)
http://heise.deviantart.com/

Silbermond „Krieger des Lichts“:


Sei wie der Fluss, der eisern ins Meer fließt, 

der sich nicht abbringen lässt, egal wie schwer's ist. 

Selbst den größten Stein fürchtet er nicht, 

auch wenn es Jahre dauert, bis er ihn bricht. 

Und wenn dein Wille schläft, dann weck ihn wieder, 

denn in jedem von uns steckt dieser Krieger, 

dessen Mut ist wie ein Schwert. 

Doch die größte Waffe ist sein Herz. 


Lasst uns aufstehn. 

Macht Euch auf den Weg. 

An alle Krieger des Lichts, 

an alle Krieger des Lichts. 

Wo seid Ihr? 

Ihr seid gebraucht hier! 

Macht Euch auf den Weg. 

An alle Krieger des Lichts, 

an alle Krieger des Lichts. 

Das hier geht an alle Krieger des Lichts.


Freitag, 21. November 2014

Himmelskrieger, Fantasy 3

„Nicht die äußeren Widerstände bringen unsere Träume zu Fall, sondern wir selbst – wenn wir aufhören, an sie zu glauben.“ 


Kreativität reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein. Die wahren Künstler sind Kämpfer – Krieger. Sie bleiben nicht liegen, wenn die Realität sie niederschmettert. Sie stehen auf und kämpfen weiter, noch stärker und noch kreativer als zuvor. Sich immer wieder aufraffen, weiterkämpfen, weitermachen, das ist es, was eines Tages zum Sieg führt. 


Manchmal – wenn wir denken, wir haben keine Kraft mehr – dann retten uns Menschen, die uns zuschreien „Steh auf!“ oder Menschen, die uns auf dem Weg der Träume unbeirrbar vorangehen. Ein solcher Mensch ist z.B. Alexx von Eisbrecher. Sein Song „Die Engel“ hat mich ganz besonders inspiriert. Ohne dieses Lied und die Energie, die darin fließt, würde es NOOR wahrscheinlich gar nicht geben. 


Hört euch das Lied an und dann … „Steht auf und macht weiter!“


Castiel“, gefunden auf Pinterest.com

Freitag, 14. November 2014

Himmelskrieger, Fantasy 2

„Freude und Trauer. – Wir können das eine nicht fühlen, wenn wir das andere nicht kennen.“


Das Bild wurde von einem Song der „Nine Inch Nails“ inspiriert:


Come on tell me.

Make this all go away.

You make this all go away.

Im down to just one thing.

And Im starting to scare myself.

Make this all go away.

You make this all go way.

I just want something.

I just want something I can never have


„Something I can never have“ von k0rvis,
gefunden auf deviantart.com


Freitag, 7. November 2014

Himmelskrieger, Fantasy 1

„Nur wer mit offenen Augen träumt, kann wirklich sehen.“


Im Monat November werde ich Himmelskrieger aus dem Bereich Fantasy vorstellen, die mich inspiriert haben. Jeder von ihnen ist mit einem Gedanken – mit einem Aphorismus – verbunden, der mir in den Sinn kam, als ich das Bild sah. Wenn ich Bücher signiere, dann schöpfe ich aus dieser Sammlung eigener Zitate.


„Carried away“ von der Illustratorin Julie Bell

(http://www.imaginistix.com/)
  

Freitag, 31. Oktober 2014

Himmelskrieger, Sonderausgabe Halloween

Süßes oder Saures?


Um Gummibärchen bittet dieser Engel nicht, auch wenn das Schild in seiner Hand an die Wohltätigkeit appelliert. Er scheint während seines Aufenthalts auf der Erde trotzdem ein paar Leckereien zu viel erwischt zu haben. Bis er wieder als gestählter Himmelskrieger antreten kann, wird er noch ein paar höllisch anstrengende Trainingseinheiten absolvieren müssen.  


Engel zu Füßen des hlg. Franz von Paola,


Petersdom, Rom

Freitag, 24. Oktober 2014

Himmelskrieger, Teil 11 – Reingelegt

Wenn man vom Vatikan in Richtung des historischen Stadtkerns von Rom schlendert, überquert man die Ponte Vittorio Emmanuele II. Am Brückenende erheben sich kolossale Bronzefiguren. Eine dieser Statuen zog mich sofort in ihren Bann. Die Schwingen ausgebreitet, ein gewaltiges Schwert in der Hand, stellte sie für mich den Inbegriff eines geflügelten Kriegers dar. Wir schossen mehr als ein Dutzend Fotos. Als ich im Vorbeigehen noch einmal zu dem eindrucksvollen Kämpfer emporblickte, entwich mir ein Seufzer. Keineswegs vor Begeisterung. Von der Seite betrachtet, entpuppte sich der kräftige Brustmuskel als weiblicher Busen.  


Fantasie ist, die Dinge so wahrzunehmen, wie sie scheinen und darüber hinwegzusehen, wie sie sind.



Verkörperung des Sieges, 
Bronzestatue an der Ponte  Vittorio Emanuele II., Rom

Freitag, 17. Oktober 2014

Himmelskrieger, Teil 10 – Eingeäschert

In der „Seelengestalt“ verkörpert sich der grundlegende Wesenszug eines Menschen. Ich schätze, die Seelengestalt vieler Autoren – wie auch vieler anderer freischaffender Künstler – ist der Phönix. Immer wieder beflügeln uns Hoffnungen und Träume und immer wieder werden diese eingeäschert! Sich jedes Mal von Neuem aufzuschwingen und mit derselben Leidenschaft und Energie von vorne anzufangen, das ist eine Fähigkeit, die man braucht, um eines Tages erfolgreich zu sein.

Warum erzähle ich all das angesichts eines spärlich bekleideten Engels?

Der Himmelskrieger dieser Woche bringt mich zum Nachdenken, weil er einen Palmwedel in der Hand hält. Der Palmzweig symbolisiert Sieg, Triumph und Freude, das ewige Leben und die Auferstehung. Nicht zufällig lautet das griechische Wort für Dattelpalme PHOENIX. Da kommt mir eine Idee. Vielleicht wäre es passend, als Schriftsteller-Logo ein Tintenfass mit einem Palmwedel, statt mit einem Federkiel zu führen.
Engel mit Palmwedel am Grabmal Papst Gregor XIV.,
Petersdom, Rom

Freitag, 10. Oktober 2014

Himmelskrieger, Teil 9 – Verwundert

Soeben sichte ich meine Fotos aus Rom, um den „Himmelskrieger der Woche“ auszuwählen, da fällt mir etwas auf. Unter den Erzengeln gibt es vor allem einen, der sich sichtbar männlich präsentiert: Gabriel.
In meiner Sammlung zeigt er sich oft halbnackt, mit entblößter Brust – ein Anblick, bei dem jedem Betrachter sofort klar wird, dass es sich hier um einen Mann handelt. Als ich mich mit den Bildern näher beschäftige, stelle ich noch etwas anderes fest. Alle diese Gabriel-Darstellungen haben dasselbe Thema: Verkündigung.

Gabriel (mit derangierter Kleidung, halbnackt) verkündet Maria die Schwangerschaft.

Hm. Das gibt mir jetzt aber zu denken.

Erzengel Gabriel, Verkündigung
Altar der Marienkapelle in der Kirche Sant’Ignazio di Loyola, Rom

Montag, 6. Oktober 2014

Himmelskrieger, Sonderausgabe

Als ich Samstag über das Münchner Oktoberfest schlenderte, bin ich unerwartet auf einen Himmelskrieger gestoßen. Mit diesem Gesichtsausdruck wird er es nicht in meine persönlichen Top Ten schaffen. Aber welche Mimik will man von jemandem erwarten, der seit drei Wochen ununterbrochen auf einer Wies'n-Schaubude hockt? Da ist es vermutlich normal, dass man einen kleinen Vogel bekommt.

Bemalung des Fahrgeschäfts "Odyssee" auf dem Münchner Oktoberfest 2014

Freitag, 3. Oktober 2014

Himmelskrieger, Teil 8 – Entrückt

Fantasie ist, wenn man mit etwas mitfühlt, das eigentlich gar keine Empfindungen hat.

Macht den Fantasie-Selbsttest. Was seht ihr, wenn ihr diesen Himmelskrieger betrachtet?
Lichtengel,
Santa Maria sopra Minerva, Rom

Er hat gelitten. Seine Schwinge ist gebrochen, direkt an den Schulterblättern, dort, wo man ihm die Flügel ausreißen würde, um ihn zum Menschen zu machen. Dieser Engel ist gefallen. Wodurch? Oder sollte ich besser fragen: Für wen? Man hat ihm seine Flügel zurückgegeben, seine Verletzung aber für alle sichtbar gelassen. Reglos muss er seiner Funktion nachkommen und etwas beleuchten, das er selbst nicht einmal ansieht. Er blickt zur Seite. Lächelnd. Als wäre er im Geist ganz woanders. Er träumt von etwas, erinnert sich. In Gedanken steht er nicht als stummer Diener in einer Kirche. In Gedanken ist er frei. Und im Moment, in dem ich ihm ins Gesicht blicke, möchte ich diejenige sein, die ihn so zum Lächeln bringt. Diejenige, an die er denkt.

Freitag, 26. September 2014

Himmelskrieger, Teil 7 – Abgefahren

Im Zentrum Roms, auf der Piazza Venezia, stößt man unweigerlich auf das Vittoriano. Der wuchtige weiße Klotz trägt seine Spottnamen zu Recht. Mich erinnerte er an ein herumliegendes Gebiss. Vielleicht deswegen, weil ich zähneknirschend feststellen musste, dass es sich bei den geflügelten Wesen, die das Gebäude schmücken, um Viktorien handelt. Weibliche Siegesgöttinnen.

Wir stiegen gerade in den voll besetzten Bus, da erkannte ich, dass einer der Geflügelten statt femininer Brüste eine wunderbar männlich geformte Bauchmuskulatur aufweist. Es blieben nur Bruchteile von Sekunden, um die Kamera aus dem fest verschnürten Rucksack zu zerren und in dem Gedränge die Arme hochzubekommen, um zu zielen. Schon fuhr der Bus an …

Geschafft!
Die Allegorie „Il Pensiero“ (Der Gedanke),
Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II, Rom

Freitag, 19. September 2014

Himmelskrieger, Teil 6 – Versteckt

Eigentlich waren wir nur in den Kapitolinischen Museen, um uns die berühmte Bronzewölfin anzusehen, da blieb mein Blick auf einer Vase hängen, die in einer staubigen, vergessenen Vitrine stand ...



Eros,
Kapitolinische Museen, Konservatorenpalast, Rom

Freitag, 12. September 2014

Himmelskrieger, Teil 5 – Verzweifelt

Goldfarben. Wie das Blut der Engel. Und ihre Tränen.
Als ich diese Szene sah, fiel mir sofort das völlig verzweifelte Mädchen auf. Ein Junge hält die Arme um sie geschlungen und führt sie fort – weg von dem mächtigen, goldenen Engel, der ihnen aus der Ferne nachblickt. Denkt ihr bei diesem Bild auch automatisch an Sela, an ihren menschlichen Freund Tom und an NOOR? Nein?
Hm, das kann nur daran liegen, dass ihr das Buch noch nicht gelesen habt.

Erzengel Gabriel,
Ambo im Petersdom, Rom

Freitag, 5. September 2014

Himmelskrieger, Teil 4 – Überrascht

Der Vatikan beherbergt eine der größten Kunstsammlungen der Welt. Zwanzig verschiedene Museen, Galerien und geschichtsträchtige Gemächer, die sich alle ihrerseits wieder in mehrere Räume aufspalten. Da sollte man in Bezug auf Engel doch fündig werden. Engel, ja. Krieger? Nein. Auch hier herrscht die Vorliebe für Knaben und junge Damen vor.


Für dieses Foto aber hat sich die unermüdliche Suche wirklich gelohnt, oder?


Wie „Das ist kein christlicher Engel“? Nein. Das ist ein griechischer Gott. Eros. Aber er hat Flügel. Und letztlich suche doch genau das: einen Himmelskrieger.


Eros,
Vatikanische Museen, Museo Etrusco, Rom

Freitag, 29. August 2014

Himmelskrieger, Teil 3 – Abgeriegelt

Der dritte Engel des Monats August ist nicht 100%ig scharf. Nun, der Engel vielleicht schon. Das Foto weniger, da wir es aus der Ferne aufnehmen mussten. Ein Bodyguard-Typ in schwarzem Anzug und mit Funkknopf im Ohr versperrte uns den Weg. Das betreffende Areal sei abgeriegelt, Zutritt nur für Personen, die ein persönliches Beichtgespräch wünschen. Hm. Eigentlich wünschte ich mir ja nur, näher an das Grabmal mit dem schicken Engel ranzukommen. Ich entschloss mich, dem Security-Menschen verständnisvoll zuzunicken – und bei nächster Gelegenheit die Preise für ein besseres Objektiv zu checken.  

Todesengel am Grabmonument von Papst Clemens XIII.,
Petersdom, Rom

Freitag, 22. August 2014

Fotowettbewerb

Der Wettbewerb zum „Himmelskrieger des Monats“ startet am 1. September (Näheres auf meiner Homepage  www.sandra-hoerger.de). Außer Konkurrenz hier mein zweites Engelsfoto aus Rom.


Wächterengel am Wappen von Papst Clemens VIII.
Erzbasilika San Giovanni in Laterano, Rom

Freitag, 15. August 2014

Himmelskrieger in Rom

Rom – über fünfhundert Kirchen, Dutzende von Museen, ungezählte Brunnenanlagen. Ich dachte mir: Wenn es bei all den Kunstwerken dort keine Darstellungen von Engeln gibt, wo dann? Also zückte ich die Fotokamera und machte mich auf den Weg.Ich hatte natürlich Himmelskrieger wie NOOR im Kopf. Kampfgestählt, sexy, männlich.

Was soll ich sagen?

Die Engel müssen, bevor sie den Künstlern Modell standen, wohl einen Schluck zu viel aus dem Jungbrunnen getrunken oder eine Geschlechtsumwandlung vorgenommen haben. Ein Großteil der geflügelten Wesen, die mir vor die Linse flatterten, war minderjährig und pausbackig. Oder vollbusig. Überall stieß ich auf Putten, Amoretten oder weibliche Personifikationen von Tugenden.

Ich erinnerte mich daran, dass auch Geduld, Ausdauer und Hoffnung zu den Tugenden gehören und begann eine abenteuerliche Schatzsuche. Das, was ich dabei gefunden habe, bekommt ihr in den nächsten Wochen hier zu sehen. Viel Spaß damit.

Und falls ihr Lust habt, mir zu schreiben: Ich freue mich über eure Kommentare, entweder hier im Blog, auf Facebook oder unter mail@sandra-hoerger.de  


Todesengel am Stuart-Monument Petersdom, Rom
Todesengel am Stuart-Monument
Petersdom, Rom